Essen und Gefühle

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Nichts fühlen

Menschen mit Essstörungen haben verlernt zu fühlen, wann sie Hunger haben oder satt sind. Auch andere Gefühle spüren sie nicht mehr, weil sie sie immer mit Essen oder Hungern hinunter spülen.

Kennst du die Signale für Hunger? Bei Hunger wirst du z.B. unruhig, gereizt oder müde; deine Konzentration lässt nach; vielleicht wird dir auch leicht schwindlig. Und welches sind die Signale für Sättigung? Wenn du satt bist, fühlst du dich nach dem Essen z.B. schwer, warm, müde, wohlig oder einfach nur zufrieden.

Wenn du an einer Essstörung leidest, ignorierst du die Signale für Hunger und Durst vielleicht bewusst. Vielleicht verwechselst du sie auch. Übergewichtige Menschen neigen nämlich dazu, bei Durst zu essen. Untergewichtige Menschen neigen hingegen dazu, bei Hunger zu trinken.

Wenn du deine Gefühle und Bedürfnisse nicht spüren kannst, schleichen sie sich durch die Hintertür in dein Leben ein: Dann kann es z.B. sein, dass du nicht aus Hunger isst, sondern um dich abzureagieren oder weil dir langweilig ist. Vermutlich versuchst du dich dann so zu verhalten, wie du denkst, dass es andere von dir erwarten: z.B. deine Eltern oder deine Freundinnen und Freunde. Oder du versuchst, den Bildern nachzueifern, die du in der Werbung gesehen hast. Wenn das eine oder andere auf dich zutrifft, bist du anfällig für Essstörungen, Übergewicht oder auch Süchte – wenn du nicht schon daran leidest. 

 
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