Natur, Umwelt und Gesellschaft

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Vom Bund gefördert- warum?

Auch in der Schweiz wird Tabak angebaut. Aktuell gibt es in der Schweiz 232 Tabakbauern, die auf einer Fläche von 534 Hektaren Land Tabak anpflanzen. Sie erhalten dieselbe Flächenförderung wie jeder andere landwirtschaftliche Produzent. 

Die Schweiz zählt zu den ältesten Tabakanbauregionen in Europa. Um die Mitte des 17. Jahrhunderts gab es in Basel und im Tessin bereits ausgedehnte Anbauflächen für Rauch- und Schnupftabak. Während des Zweiten Weltkrieges erlebte der Tabakanbau in der Schweiz eine Hochblüte. Die Anbaufläche wurde von 780 Hektaren auf 1450 Hektaren fast verdoppelt.

Heute gibt es noch insgesamt 230 Tabakbauern in der Schweiz. Die meisten befinden sich im Waadtland und im Kanton Freiburg.  Aber auch in den Kantonen Luzern, Zürich, Thurgau, Aargau, Schaffhausen, Bern und Jura wird noch Tabak gepflanzt. Insgesamt stehen heute 534 Hektar Land für den Tabakanbau zur Verfügung. Das Interessante daran ist, dass die Tabakbauern die gleiche Flächenförderung erhalten wie alle anderen landwirtschaftlichen Produzenten, beispielsweise die Maisanbauer.

Hier spielt der Staat eine zweideutige Rolle: Einerseits wird sehr viel Geld für die Rauchprävention ausgegeben, andererseits wird der Tabakanbau gefördert. Die Hersteller und Importeure müssen pro Zigarette 0,13 Rappen pro Zigarette und je Kilogramm Feinschnitttabak 1,73 Franken einerseits in einen Tabakpräventionsfonds und andererseits in den Finanzierungsfonds für Inlandtabak entrichten. Und auch die normalen Steuerzahler werden zweimal zur Kasse gebeten: Einmal zur Finanzierung der Tabakprävention, andererseits zur Förderung der inländischen Tabakproduktion. 

 

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