Tricks der Tabakindustrie

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Schmieren hilft

Die Tabakindustrie hat kein Interesse an gesetzlichen Verboten. Um diese zu verhindern, nimmt sie sehr diskret Einfluss bei Politik, Medien und Wissenschaft.

Wie die Tabakindustrie Politiker lenkt, zeigen interne Dokumente, die man heute öffentlich – meist sogar im Internet – lesen kann. 2002 veröffentlichte beispielsweise eine Fachzeitschrift ein brisantes amerikanisches Dokument aus den 1990er-Jahren. Es beweist, dass die deutsche Regierung sich ihre Haltung zum geplanten Tabakwerbeverbot der Europäischen Union (EU) nahezu wörtlich von der Tabakindustrie diktieren liess.

Die Tabakindustrie nahm und nimmt Einfluss auf die Steuergesetze, verhindert ein Werbeverbot oder Rauchverbote. Wie macht sie das? Sie beeinflusst Politiker/innen, Wissenschaftler/innen, Organisationen und Journalist/innen, in dem sie Aufträge, Beraterverträge und anderer Freundlichkeiten verteilt.

In der Schweiz fallen vor allem die Verbindungen der Tabakindustrie zum Gastgewerbe auf. In den 1990er-Jahren war Philip Morris führend in gemeinsamen Kampagnen mit dem Gastgewerbe. Und der Verband der Zigarettenindustrie (Swiss Cigarette) steht im engen Kontakt mit dem Schweizerischen Wirteverband. Die Zusammenarbeit zwischen der Tabakindustrie und dem Gastgewerbe war in der Schweiz sehr erfolgreich. Die Einführung wirksamer Rauchregelungen in Restaurants, Cafés und Hotels konnte jahrzehntelang verhindert werden. Erst durch Abstimmungen in einzelnen Kantonen treten nun Rauchverbote in Gastbetrieben in Kraft.

 

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