Aus dem Leben

Inhalt

David – Saxofon

Als die Jungen in seiner Klasse anfingen, über Mädchen zu diskutieren, hat David gemerkt, dass ihn das gar nicht interessiert. Später gefielen ihm Waschbrettbäuche besser als Busen. 

Und als ihm dannn klar wurde, dass er sich zu Jungen hingezogen fühlte, hat ihn das Klischee vom tuntigen Schulen abgeschreckt. So wollte er nicht sein.

Er suchte Leute, mit denen er reden könnte und fand sie in einer homosexuellen Jugendgruppe in Bern. Da fühlte er sich verstanden und aufgehoben, und es war eine grosse Erleichterung, endlich Klarheit zu haben.

David hat es gereizt, auch sexuelle Erfahrungen zu machen. Er war nicht verliebt, als er zum ersten Mal mit einem Mann Sex hatte. Er glaubt, es braucht Zeit, um herauszufinden, mit wem man zusammen sein und leben möchte.

Herauszufinden, was der andere mag im Sex, dass ist für heterosexuelle Paare vielleicht schwieriger, meint David. Homosexuelle Männer haben den kleinen Vorteil, dass sie körperlich gleich gebaut sind und ähnliche erogene Zonen haben.

Wenn man den Weg beschreitet vom Normalbürger zum geouteten Schwulen, dann hat man schon eine enorme Strecke hinter sich, meint David. Das macht selbstbewusst und gibt Kraft.

David kann sich auch vorstellen, in Zukunft vielleicht auch eine Beziehung zu einer Frau zu haben. Die Hauptsache ist, dass man es schön hat zusammen.

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