Behandlung, Therapie

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Was hilft?

Es gibt verschiedene Therapien, um Essstörungen zu behandeln. Meistens werden sie kombiniert angewandt. Bei Jugendlichen hat sich die Familientherapie (= systemische Therapie) bewährt.

Je früher die Essstörung erkannt und die Behandlung begonnen wird, desto besser ist die Aussicht, wieder gesund zu werden. Je nachdem, wie weit fortgeschritten die Krankheit ist bzw. wie lange sie schon andauert, kann die Behandlung von Essstörungen allerdings mehrere Monate oder Jahre dauern.

Die Therapie der Wahl bei Essstörungen ist die Psychotherapie, bei Bedarf unterstützt durch Medikamente, Ernährungsberatung und eine Körperwahrnehmungstherapie. Bei der Behandlung von Essstörungen arbeiten qualifizierte Fachpersonen verschiedener Berufsdisziplinen zusammen: Hausärzte/innen, Kinder- und Jugendärzte/innen, Psychiater/innen, Psychotherapeuten/innen, dipl. Ernährungsberater/innen HF/FH und Körpertherapeuten/ innen.

Wichtig für den Erfolg der Behandlung ist, dass der/die Therapeut/in erfahren und qualifiziert ist für die Behandlung von Patienten/innen mit Essstörungen. Er/sie soll dem/der Betroffenen sympathisch sein. Der/die Betroffene muss sich wohl und sicher fühlen und dem/r Therapeuten/in vertrauen. Gleichzeitig sollte der/die Therapeut/in den/die Betroffene/n aber auch herausfordern können, damit er/sie die Essstörung überwinden kann. Wichtig ist auch, dass die verschiedenen Therapiearten untereinander abgesprochen und aufeinander abgestimmt sind.

Viele Menschen mit Essstörungen sind froh, wenn sie endlich Hilfe erhalten – auch wenn sie sie vorerst ablehnen. Wenn du also jemanden kennst, bei dem/der du eine Essstörung vermutest, kann es sinnvoll sein, ihm/ihr deine Beobachtungen und Sorgen mitzuteilen.