Behandlung, Therapie

Inhalt

Orthorexie

Bei der Behandlung einer Orthorexie müssen Fachpersonen verschiedener Berufsdisziplinen zusammen arbeiten: Hausärzte/innen, Kinder- und Jugendärzte/innen, Psychiater/innen, Psychotherapeuten/innen, dipl. Ernährungsberater/innen HF/FH. Die Familie sollte ebenfalls in die Therapie einbezogen werden, wenn sie mit betroffen ist.

Bei einer schweren Orthorexie ist meistens eine psychotherapeutische Behandlung nötig. Zusammen mit dem/r Psychotherapeuten/in lernt der/die Betroffene, was es heisst, wieder normal zu essen und zu trinken.

Ziel der Behandlung einer Orthorexie ist es, dass der/die Betroffene lernt:

  • Essen wieder zu geniessen und die Lust an ehemals „verbotenen“ Nahrungsmitteln wieder zu entdecken
  • „verbotene“ oder als schädlich vermutete Nahrungsmittel in kleinen Mengen wieder zu sich zu nehmen
  • mit seinen/ihren Ängsten rund ums Essen umzugehen
  • sich gut zu fühlen, auch ohne dass er/sie einem rigiden Speiseplan folgt
  • zu erkennen, dass er/sie sein/ihr Essverhalten dazu verwendet, seine/ihre Gefühle und Gedanken „im Griff zu haben“
  • seine/ihre Freundschaften wieder zu beleben und zu pflegen
  • Aktivitäten wieder aufzunehmen, die er/sie wegen seiner/ihrer Krankheit vernachlässigt oder ganz aufgegeben hat
Patronat
Quelle/n
Essstörungen: Basiswissen, neue Erkenntnisse, Trends und Komplikationen (PDF) / ernährung heute 2005-5: Orthorexie: essender Extremismus / Bartrina JA. Orthorexia or when a healthy diet becomes an obsession. Arch Latinoam Nutr. 2007 Dec;57(4):313-5.
Autor/-in
Revisor/-in
Christiane Schräer

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