Solange du noch nicht 18 Jahre alt bist, gelten die Kinderrechte für dich und du kannst verlangen, dass sie respektiert werden. feel-ok.ch erklärt dir, welche Rechte du hast, was diese Rechte für dein Leben bzw. für das Leben anderer Menschen bedeuten und wie du erreichen kannst, dass sie respektiert werden.

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Diese Artikel interessieren unsere Leser*innen: «Überblick der Kinderrechte», «Schutz der Privatsphäre», «Recht auf Gleichbehandlung», «Recht auf freie Meinungsäusserung», «Recht auf Schutz vor Gewalt» und «Recht auf Spiel und Freizeit».

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Clip und Klar von SRF mySchool erklärt jugendgerecht und praktisch, welche Auswirkungen die Kinderrechte für dich haben.

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Was kannst du tun, wenn deine Rechte missachtet werden? Wende dich an Erwachsene, denen du vertraust: Das kann ein Lehrer sein, eine Schulsozialarbeiterin, deine Grosseltern oder eine Tante.

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Du kannst auch rund um die Uhr gratis und ohne deinen Namen zu nennen bei der Nummer 147 anrufen (auf DE, FR oder IT). Die Berater*innen von 147 hören dir zu und geben dir Rat, was du in deiner Situation machen kannst.

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Deine Rechte

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Das Recht auf Gesundheit

Kinder haben das Recht gesund zu leben, Geborgenheit zu finden und keine Not zu leiden. (Art. 24, UN-Kinderrechtskonvention)

Wie alle Kinder hast du das Recht auf eine gesunde Ernährung, die dir hilft, gross zu werden und gute Leistungen zu bringen.

Du hast das Recht Medikamente zu bekommen, wenn du krank bist und in einem Spital oder in einer Praxis von Ärztinnen, Ärzten und Fachpersonen betreut zu werden, bis du wieder gesund bist.

Du sollst in einer warmen, sauberen Wohnung leben dürfen und Menschen um dich haben, die auf dich aufpassen und dir Liebe und Geborgenheit geben.

Das Recht auf ein Zuhause

Für das Notwendigste muss gesorgt sein. Dazu gehören zum Beispiel: Essen, sauberes Trinkwasser, Kleider, Schuhe und Schulmaterial. Dafür sind nicht nur deine Eltern verantwortlich, sondern auch die Behörden deines Wohnorts.

Können Eltern nicht genug gut für ihre Kinder sorgen, müssen zum Beispiel Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter darauf achten, dass das Recht auf ein gesundes Leben umgesetzt wird.

Zum Beispiel: Wohnung

Leanders Mutter ist allein verantwortlich für ihre drei Kinder. Obwohl sie viel arbeitet, reicht das Geld oft nicht für alles, was die vierköpfige Familie braucht. Seit einigen Wochen putzt die Mutter nach ihrer Arbeit in einem Supermarkt abends noch Büros, um mehr Geld zu verdienen.

Trotzdem kann sie es sich nicht leisten, mit ihren Kindern aus der engen, feuchten Wohnung, die sich an einer lauten, vielbefahrenen Strasse befindet, in eine grössere Wohnung zu ziehen. Die Kinder sind oft allein und das Abendessen müssen sie regelmässig selber zubereiten. Obwohl die Mutter immer schaut, dass sie Reste aufwärmen können, essen sie häufig nur Chips und sehen dazu fern. Der jüngste Bruder von Leander, der vierjährige Sandro, ist oft krank. Der Kinderarzt meint, dass das vermutlich am Schimmel liegt, der sich überall in der Wohnung breitmacht. Und dass die vielen Autos, die vor dem Haus vorbeifahren, so viel Abgase in die Luft blasen, dass kleine Kinder davon krank werden können.

Schmutzige Wohnung

Das Recht von Leander und seinen Geschwistern auf ein gesundes Leben in Geborgenheit und ohne Not wird verletzt. Nicht von seiner Mutter oder sonst einem Erwachsenen. Manchmal passieren Kinderrechtsverletzungen, ohne dass jemand schuld daran ist. Damit sich die Situation der Familie ändert, sind sie auf die Hilfe von Behörden angewiesen. Zusammen mit den zuständigen Fachpersonen kann Leanders Mutter Geld und eine grössere Wohnung beantragen. Wenn sie abends nicht mehr arbeiten muss, hat sie Zeit, mit ihren Kindern zu Abend zu essen. Und wenn sie eine Wohnung ohne Schimmel an einer ruhigen Quartierstrasse findet, ist auch der kleine Sandro nicht mehr so oft krank.

  • Offizielle Stellen, wie zum Beispiel das Sozialamt, aber auch die Regierungen von Städten, Dörfern, Kantonen und der Schweiz müssen mithelfen, die Kinderrechte umzusetzen. 
Patronat
Autor/-in
Eva Moser

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