Anleitung für die Schule

Inhalt

Wir haben «Abenteuerinsel» mit mehreren hunderten Jugendlichen getestet. Welche Vorgehensweise sich bewährt hat, erklären wir Ihnen gerne in dieser Rubrik. Sie können dabei unseren Vorschlag von Schritt 1 bis Schritt 9 übernehmen oder sich für einen anderen Ablauf entscheiden. 

Hintergrundinformationen

Benötigte Ressourcen · Zum Hauptmenü

Wenn Sie unsere Vorgehensweise für den Einsatz von «Abenteuerinsel» mit Jugendlichen übernehmen möchten, benötigen Sie folgende Materialien:


Sucht | Startseite Sucht | Thema Sucht als PDF herunterladen

  1. S-1a | Einsatz | Alkohol | Wer sollte lieber keinen Alkohol trinken? Und warum?
  2. S-1b | Einsatz | Alkohol | Wie Hilfe leisten, falls jemand nicht ansprechbar ist?
  3. S-1c | Einsatz | Alkohol | Warum ist Alkohol erlaubt?
  4. S-2a | Einsatz | Cannabis | Welche Wirkungen können auftreten, wenn man Cannabis mit THC konsumiert? 
  5. S-3a | Einsatz | Rauchen | Welche Gründe überzeugen dich, aufs Rauchen zu verzichten?
  6. S-4a | Einsatz | OnlinesuchtWie erkennt man, ob jemand online-, smartphone- oder gamesüchtig ist? Und was kann man dagegen tun?
  7. S-5a | Einsatz | GlücksspieleWarum können Glücksspiele süchtig machen?

Körperliche Gesundheit | Startseite K�rperliche Gesundheit | Thema Körperliche Gesundheit als PDF herunterladen

  1. KG-1a | Einsatz | Ernährung | Welches Lebensmittel gehört zu welcher Stufe?
  2. KG-2a | Einsatz | Gewicht | Viele Mädchen denken, dass sie zu schwer und viele Jungs, dass sie zu wenig Muskeln haben. Wie erklärst du dir das?
  3. KG-3a | Einsatz | Sport | Welche Sportarten machen Spass? Und warum?
  4. KG-4a | Einsatz | Sonnenschutz | Zu viel Sonne birgt Gefahren. Welche? Wie schützt man sich?
  5. KG-5a | Einsatz | Wasser | Welche Vorteile hast du, wenn du genügend Wasser trinkst?

Psychische Gesundheit | Startseite Psychische Gesundheit | Thema Psychische Gesundheit als PDF herunterladen

  1. PG-1a | Einsatz | Essstörungen | Wie verhält sich eine Person, die eine Essstörung hat?
  2. PG-2a | Einsatz | Freizeit | Wie verbringst du deine Freizeit? Was könntest du neu probieren?
  3. PG-3a | Einsatz | Gewalt | Wenn du mit einer Person ein Problem hast, wie kannst du den Konflikt zwischen euch entschärfen?
  4. PG-3b | Einsatz | Mobbing | Wie kann man einer gemobbten Person helfen?
  5. PG-4a | Einsatz | Häusliche Gewalt | Falls dir jemand sagt, dass die Eltern immer wieder streiten, wie kannst du Hilfe anbieten?
  6. PG-5a | Einsatz | Kinderrechte | Welche Rechte haben junge Menschen wie du?
  7. PG-6a | Einsatz | Psychische Störungen | Was sind die Symptome einer Depression bei Jugendlichen?
  8. PG-7a | Einsatz | Selbstvertrauen | Wie kannst du dein Selbstvertrauen und deinen Selbstwert verbessern?
  9. PG-8a | Einsatz | Stress | Wenn du gestresst bist, dich schlecht fühlst, wie gelingt es dir, dich besser zu fühlen?
  10. PG-9a | Einsatz | Suizidalität | Wie erkennt man, dass jemand daran denkt, sich das Leben zu nehmen?
  11. PG-10a | Einsatz | Vorurteile | Welche Vorurteile kennst du? Und was hältst du davon?

Entwicklungsaufgaben | Startseite Entwicklungsaufgaben | Thema Entwicklungsaufgaben als PDF herunterladen

  1. E-1a | Einsatz | Beruf | Wie findest du einen Beruf, der zu dir passt?
  2. E-2a | Einsatz | Medienkompetenz | Wie findest du mit Google die Infos, die du brauchst und erzielst bessere Suchergebnisse?
  3. E-3a | Einsatz | Sexualität | Welche sexuell übertragbaren Krankheiten sind verbreitet? Sind sie heilbar?
  4. E-3b | Einsatz | Identität | Es geht um das Thema sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität (LGBT). Für was stehen die Buchstaben?
  5. E-4a | Einsatz | Finanzkompetenz | Budget: Welche fixen und variablen Ausgaben sind dir bekannt?

Nachhaltige Entwicklung | Startseite Nachhaltige Entwicklung | Thema Nachhaltige Entwicklung als PDF herunterladen

  1. NE-1a | Einsatz | Umwelt und Tabak | Wie schadet die Tabakindustrie der Umwelt?
  2. NE-1b | Einsatz | Umwelt und CO2 | Was ist der Treibhauseffekt? Und was kann jeder von uns dagegen tun?

Powerpoint-Vorlage für eigene Themen

Start

A | Selbstwahrnehmung

Die Jugendlichen wissen, wer sie sind, welche Stärken und Schwächen sie haben, was für sie gut oder schlecht ist und können erreichte Ziele als eigene Leistung bewerten.

  • A1 | Einsatz | Glückliche Smileys | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
  • A2 | Ehct ksras! | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
  • A3 | Die Seelenverwandten | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
  • A4 | Selbst- und Fremdwahrnehmung | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
     

B | Achtsamkeit

Die Jugendlichen erleben bewusst, was sie fühlen, was sie denken, was sie wahrnehmen und akzeptieren sich selbst und ihr Leben, so wie es ist.

  • B1 | Ich wünsche dir alles Gute | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
  • B2 | Handfläche-Zeichnungen
  • B3 | Bewegte Fingerberührung
  • B4 | Der Tempel der Tausendspiegel | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
     

C | Gefühlswahrnehmung

Die Jugendlichen wissen, wie sie sich fühlen, warum sie bestimmte Gefühle erleben und wie sie ihre Gefühle mit verschiedenen Begriffen nennen können.

D | Umgang mit Gefühlen

Die Jugendlichen können mit Gefühlen umgehen, ohne dass für sich und/oder für andere Personen Schaden entsteht.

  • D1 | Note 2 | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
  • D2 | Zidane`s Koptsoss | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
     

E | Empathie

Die Jugendlichen können sich in die Gedanken und Gefühle einer anderen Person hineinversetzen. Sie freuen sich, wenn sich jemand freut. Sie leiden mit, wenn jemand leidet.

  • E1 | Alter Mann oder Königin? | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
  • E2 | Was ist los? | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
     

F | Kritisches Denken

Die Jugendlichen sind sich bewusst, dass verfälschte Inhalte mit manipulativem Zweck zirkulieren und wissen (ansatzweise), wie sie diese Inhalte erkennen können.

  • F1 | Wie ist das Wetter? | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
  • F2 | Schuhgrösse und Lohn | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
  • F3 | Ich habe gehört, dass... | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
  • F4 | Schwebendes Blatt
     

G | Selbstkritisches Denken

Die Jugendlichen sind bereit, eine Meinung oder auch eine Überzeugung zu revidieren, wenn sie neue Erkenntnisse gewinnen.

  • G1 | Multitasking | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
  • G2 | Selektive Wahrnehmung der Wahrscheinlichkeit | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
  • G3 | Perspektiven erweitern | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
     

H | Kreatives Denken

Die Jugendlichen sind fähig, für Problemstellungen und Aufgaben individuelle Lösungen zu erarbeiten, die ein gewisses Innovationspotential oder eine gewisse Originalität aufweisen.

  • H1 | Regie führen | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
  • H2 | Punkte verbinden | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
     

I | Stressbewältigung

Die Jugendlichen merken, ob sie gestresst sind und kennen problemlöseorientierte / emotionsregulierende Strategien, um damit umzugehen.

  • I1 | Singen | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
  • I2 | Zombie | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen  
  • I3 | 1.2.3 | Stress | Für den Projektor
     

J | Kommunikationsfertigkeiten

Die Jugendlichen können sich situativ angemessen verbal und nonverbal verständlich machen, sie können zuhören, eine Diskussion führen, Konflikte friedlich lösen.

  • J1 | Erklärungen for dummies | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
  • J2 | Das Etui | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
     

K | Entscheidungen treffen

Die Jugendlichen sind bereit und fähig, Entscheidungen zu treffen (auch unter Druck), Vor- und Nachteile für sich und für andere abzuwägen und das Handeln danach auszuführen.

  • K1 | Gletscher schmelzen | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
  • K2 | Die Händler*innen | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
  • K3 | Das Schachbrett | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
     

L | Problemlösefertigkeit

Die Jugendlichen können Probleme erkennen, beschreiben, (faire) Strategien zu ihrer Lösung überlegen und bei Bedarf Hilfe suchen.

  • L1 | Die 5-B | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
  • L2 | Der Mönch  | Für den Projektor
     

M | Beziehungsfähigkeit

Die Jugendlichen können gut mit den Kollegen*innen zusammenarbeiten, eigene Anliegen kommunizieren und die Bedürfnisse anderer Menschen ernst nehmen. Sie können zudem Freundschaften schliessen, pflegen, beenden sowie Wünsche von anderen ablehnen.

  • M1 | Einsatz | Die Tür
  • M2 | Wer bist du? | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
     

Abschluss

Vorschläge, wie man den Einsatz von Abenteuerininsel beenden kann

  • Auf die Schulter klopfen
      

Ausschluss

Vorschlag, wie Sie reagieren können, falls ein Schüler oder eine Schülerin respektlos handelt.

Angesprochene Multiplikatoren*innen · Zum Hauptmenü

Abenteuerinsel steht Lehrpersonen, Schulsozialarbeitenden und Fachpersonen in Gesundheitsförderung und Prävention zur Verfügung. Sie können diese Methode mit Jugendlichen einsetzen. Die von uns empfohlene Vorgehensweise erklären wir unter «Ablauf».

Auch Jugendarbeitende und andere Erwachsene, die im ausserschulischen Setting mit Jugendlichen arbeiten, haben Zugang zu den Ressourcen von Abenteuerinsel: Für sie empfehlen wir eine andere Vorgehensweise. Diese wird zu einem späteren Zeitpunkt erklärt.

Icon Tipps

Auch die Jugendlichen könnten eine Multiplikationsrolle übernehmen.

  • Zum Beispiel können Sie ausgewählte junge Menschen beauftragen, diese Anleitung ab Schritt 4 («Thema mit der 5B-Methode erarbeiten») zu lesen, damit sie befähigt werden, Themen mit Abenteuerinsel zu vertiefen.
  • Oder Sie können eine Überraschungsaufgabe wählen (Schritt 7) und einer jungen Person die Aufgabe delegieren, diese mit einer Schulklasse einzusetzen.

Zielgruppe · Zum Hauptmenü

Abenteuerinsel können Sie mit Schülern*innen ab 12 Jahren einsetzen (der Einsatz von Abenteuerinsel mit Kindern unter 12 Jahren wurde nicht getestet). Optimal ist eine Klassengrösse zwischen 8 und 24 Personen.

Abenteuerinsel können Sie sowohl mit disziplinierten diskussionsfreudigen Jugendlichen wie auch mit unruhigen oder ‘schwachen’ Schulklassen einsetzen. Im ersten Fall handeln die Schüler*innen selbständiger und können oft nach kurzer Zeit eine bemerkenswerte Leistung erbringen. Im zweiten Fall brauchen sie Ihrerseits mehr Führung oder Unterstützung und die Qualität der Leistung ist nicht ganz mit dieser von fortgeschrittenen Klassen vergleichbar.

Icon Potential
  • Das Potential, neue Erkenntnisse zu gewinnen und Erfahrungen zu sammeln, haben dennoch alle Jugendlichen, die dafür offen sind: eine Bedingung, die oft anzutreffen ist.

Jugendliche mit Behinderung · Zum Hauptmenü

Im Rahmen unserer Schulbesuche haben wir mehrmals Klassen mit 1-2 Schülern*innen getroffen, die eine psychische oder motorische Behinderung hatten. Weil Abenteuerinsel aus vielen Tätigkeiten besteht, die in der Gruppe erlebt werden – dies betrifft sowohl die Erarbeitung der thematischen Einheiten (Schritt 4) wie die Überraschungsaufgaben (Schritt 7) – stellt die Inklusion der Jugendlichen mit Behinderung in zahlreichen Aktivitäten von Abenteuerinsel in der Regel kein Problem dar.

Vor allem bei psychischen Behinderungen soll sich der/die Multiplikator*in dennoch genau überlegen, ob eine bestimmte Aufgabe als Gruppenleitende von der betroffenen jungen Person mit einer Einschränkung im Rahmen der festgelegten Zeiteinheit erledigt werden kann. Falls Ihre Antwort negativ ist, empfehlen wir Ihnen diskrete Massnahmen umzusetzen, so dass die betroffene junge Person für diese spezifische Aufgabe keine Führungsrolle bekommt oder dass sie von einer guten Kollegin bzw. einem guten Kollegen als Co-Leiter*in in dieser Rolle unterstützt wird. Falls auch eine Co-Leitungsrolle keine Option ist, kann die betroffene Person als Mitglied der Klasse immer noch wertvolle Anregungen bringen und auf diese Weise Punkte sammeln bzw. ihre Selbstwirksamkeit erleben.  

Bei motorischen Behinderungen gibt es wenige Überraschungsaufgaben, die eine gewisse Mobilität voraussetzen. Daher muss die Umsetzbarkeit dieser Aufgaben für die betroffenen Jugendlichen geprüft werden, um unnötige Frustrationserlebnisse zu verhindern.  

Haltung · Zum Hauptmenü

Nicht nur, was Sie tun, sondern auch, wie Sie es tun und welche Werte Sie dabei vertreten, spielt eine entscheidende Rolle bei der Frage, ob Abenteuerinsel bei der jungen Ansprechgruppe eine positive Wirkung erzielt. Basierend auf den Erkenntnissen der motivationalen Gesprächsführung empfehlen wir folgende Werte, wenn Sie Abenteuerinsel mit Jugendlichen einsetzen: Evokation, Gespräch auf Augenhöhe, Akzeptanz und Autonomie, Würdigung nicht nur vom Ergebnis, sondern auch vom Prozess sowie eine gemeinsame Haltung im Setting.

Setting · Zum Hauptmenü

Im optimalen Fall verwenden Sie Abenteuerinsel in einem Klassenraum. So haben Sie Zugang zur Online-Version dieser Methode, was den Vorbereitungsaufwand minimiert und die Durchführung erleichtert. Dazu benötigen Sie nur einen Computer mit Internetverbindung und einen Projektor.

Abenteuerinsel können Sie auch ausserhalb der Schulklasse einsetzen, z.B. im Freien. Das setzt jedoch voraus, dass Sie die benötigten Ressourcen auf Papier ausdrucken, was vor allem für manche Überraschungsaufgaben («Schritt 7») mehr Aufwand bedeutet. Bestimmte Ressourcen, z.B. Videos, werden ohne Internetverbindung nicht zur Verfügung stehen.

Zeit für die Vorbereitung · Zum Hauptmenü

Das erste Mal, wenn Sie Abenteuerinsel mit Schulklassen einsetzen – falls Sie sich für unseren Ablauf entscheiden – sollten Sie mit einer Vorbereitungszeit von etwa 1 bis 2 Stunden rechnen: Das ist die Zeit, die Sie benötigen,

  • um diese Anleitung zu lesen,
  • um 5 bis 8 thematische Einheiten zu wählen bzw. zu drucken («Schritt 1»),
  • um 2-3 Überraschungsaufgaben vorzubereiten («Schritt 7»)
  • und um sonstige Materialien zu drucken (z.B. die Schatzkarte, die Tippzettel usw.).

Wenn Sie später mit Abenteuerinsel vertraut sind, brauchen Sie - um neue Einsätze vorzubereiten - zwischen 20 und 60 Minuten.

Falls Sie ausgewählte Ressourcen von Abenteuerinsel nutzen möchten, ohne sich an den von uns empfohlenen Ablauf zu orientieren, kann Ihre Vorbereitungszeit auch nur wenige Minuten betragen, davon abhängig, wie Sie vorgehen möchten:

Ablauf · Zum Hauptmenü

Abenteuerinsel verläuft in 9 Schritten. Der Überblick zeigt, wie viel Zeit jede Phase erfordert. Der 5. Schritt ist fakultativ und kann zeitlich stark variieren.

Im Grundsatz können Sie diesen Verlauf erwarten:

Jugendliche legen fest – aus einer von Ihnen getroffenen Vorauswahl – welche Themen sie interessieren (1). Eine junge Person übernimmt die Aufgabe, ein Thema von Interesse mit der Schulklasse zu vertiefen. Dabei bieten Sie ausschliesslich methodische Unterstützung an (4). Die Jugendlichen können sich – anstatt für ein Thema – für eine Überraschungsaufgabe entscheiden, mit der eine Lebenskompetenz geübt wird (7). Pro Runde wird entweder ein Thema vertieft (4) oder eine Überraschungsaufgabe durchgeführt (7). Engagement, aktive Teilnahme und zum Teil die erbrachte Leistung werden mit Punkten (bzw. eventuell mit einem kleinen Preis am Ende des Spiels) honoriert. Aus wie vielen Runden der Einsatz von Abenteuerinsel mit einer Klasse besteht, liegt in Ihrem Ermessen (8). Am Ende des Einsatzes mit Abenteuerinsel können Sie den Schülern*innen die verfügbaren Themen auf Papier weitergeben, so dass direkt betroffene Jugendliche sie selbstständig vertiefen können (9).

Icon Kompass
  • Die 9 Schritte bieten Orientierung an. Sie sind weder statisch noch verpflichtend.
  • Wie Abenteuerinsel verläuft, hängt davon ab, was die Jugendlichen tun möchten und wie Sie den Einsatz gestalten.

Im Folgenden werden die 9 Schritte im Detail aufgrund unserer Erfahrungswerte erläutert.

Schritt 1 | Themen von Interesse festlegen · Ablauf | Überblick

Option A | Auswahl von 5 bis 8 Themen

Aus dem bestehenden Themenkatalog wählen Sie 5 bis 8 thematische Einheiten aus. Sie können die thematischen Einheiten aus den Kategorien «Sucht» (S), «körperliche Gesundheit» (KG), «psychische Gesundheit» (PG), «Entwicklungsaufgaben (E)» und «nachhaltige Entwicklung» (NE) mischen oder alle Einheiten aus der gleichen bzw. aus den ausgewählten Kategorien wählen.

Icon Kompass
  • In jeder thematischen Einheit – sowohl in den PDF-Dateien wie auch in der Onlineversion – finden Sie heraus, welche Kompetenzziele des Lehrplans 21 damit anvisiert werden, aber auch für welche Altersgruppe die Einheit geeignet ist und wie viel Zeit voraussichtlich dafür benötigt wird (gemäss Anleitung vom Schritt 4: «Thema mit der 5B-Methode erarbeiten»). Darüber hinaus erfahren Sie unter welcher Webadresse Sie die thematische Einheit auf feel-ok.ch finden.

Einsatzinformationen in den PDF-Dateien

PDF-Datei | Einsatzinformationen

Einsatzinformationen der Einheit E-1a («Wie findest du einen Beruf, der zu dir passt?»): BO.3.1 (gemäss Lehrplan 21), Altergruppe: 13-16 Jahre, benötigte Zeit: 10 bis 30 Minuten, die Webadresse dieser Einheit ist feel-ok.ch/ai-E-1a


Einsatzinformationen in der Onlineversion

Klicken Sie in der Auflistung der thematischen Einheiten (siehe unten) auf das -Symbol, um Einsatzinformationen zu erhalten. Hier das Beispiel aus der Kategorie «Sucht».

Sucht | Thema Sucht als PDF herunterladen


Icon Print
  • Drucken Sie die thematischen Einheiten, die Sie ausgewählt haben, nämlich so, dass die Vorderseite die Felder «Kein Interesse» | «Mässiges Interesse» | «Interessant» abbildet und die Rückseite die Antwort enthält.

Das Video zeigt, wie thematische Einheiten effizient gedruckt werden | Auflistung aller thematischen Einheiten auf feel-ok.ch/ai-themen 


Icon Bewerten
  • Mit Magneten können Sie die gedruckten thematischen Einheiten an die Wandtafel anbringen.
  • Die Schüler*innen lesen jede Frage und teilen mit einem Strich mit, ob sie das vorgeschlagene Thema als interessant, mässig interessant oder nicht interessant empfinden.

In dieser Klasse der Oberstufe hatten fast alle 13-14-Jährigen Interesse am Thema Essstörungen.

In dieser Klasse der Oberstufe hatten fast alle 13-14-Jährigen Interesse am Thema «Essstörungen». / PG-1a

Icon Erfahrung
  • Wir haben festgestellt, dass zwischen verschiedenen Klassen (auch im gleichen Schulhaus und in der gleichen Stufe) grosse Unterschiede in der Interessenausprägung für die vorgeschlagenen Themen bestehen: Für welches Thema eine Klasse Interesse hat, kann man nicht immer zuverlässig voraussehen.
  • Manchmal waren auch die anwesenden Lehrpersonen überrascht, dass bestimmte Themen die Schüler*innen – anders als erwartet – gar nicht interessiert haben, andere Themen hingegen schon…

Nun wissen Sie, welche Themen für die Klasse interessant sind und können zum Schritt 2 («Gruppenleitende auswählen») übergehen.

Option B | Auswahl mit 2 oder 3 Themen

Mit Option B schlagen wir Ihnen eine alternative Vorgehensweise vor, um Themen auszuwählen. Drucken Sie nur drei thematische Einheiten aus feel-ok.ch/ai-themen.

Vor der Klasse können Sie die erste Frage laut vorlesen (oder von einer jungen Person vorlesen lassen) und das dazugehörende Blatt auf einen Tisch in Fensternähe legen. Sie lesen dann die zweite Frage vor und platzieren das dazugehörende Blatt auf einem Tisch in der Mitte der Klasse. Nachdem Sie die dritte Frage laut vorgelesen haben, legen Sie das entsprechende Blatt auf einen Tisch in der Nähe des Ausgangs. Die Jugendlichen bewegen sich anschliessend zur Frage, die sie am meisten interessiert: Diese Frage wird später vertieft.

Icon Erfahrung
  • Mit Option B besteht eine grössere Chance als mit Option A, dass auch nicht besonders beliebte Themen von den Schülern*innen für die Diskussion ausgewählt werden.
  • Sie können damit bis zu einem gewissen Grad die Gruppenentscheidung steuern, falls Sie ein Thema als besonders wichtig erachten.

Nun wissen Sie, welches Thema die Klasse am meisten interessiert und können zum nächsten Schritt übergehen.

Schritt 2 | Gruppenleitende auswählen · Ablauf | Überblick

«Abenteuerinsel» sieht vor, dass für jede Aufgabe eine junge Person die Führungsrolle übernimmt. Wir empfehlen dabei, dass der Zufall und nicht Sie diese Person auswählen.

Option A: Vornamezettel

Jeder Schüler / Jede Schülerin bekommt einen Zettel und schreibt seinen / ihren Vornamen drauf. Die kleinen Zettel werden in eine Tüte hineingeworfen. Anschliessend kann ein*e Schüler*in einen Zettel herauspicken und laut den Vornamen der ausgewählten Person vorlesen. Diese Person wird für den kommenden Auftrag die Führungsrolle übernehmen.

Option B: Glücksrad

Jedem Schüler / jeder Schülerin wird eine Zahl zwischen 1 bis X zugewiesen (X ist z.B. 20, wenn die Klasse aus 20 Schülern*innen besteht). Mit dem Glücksrad wird eine Zahl nach Zufall ausgewählt. Diese legt fest, wer für den kommenden Auftrag die Führungsrolle übernimmt.

Schritt 3 | Sich für ein Thema oder eine Überraschungsaufgabe entscheiden · Ablauf | Überblick

Spätestens jetzt – wenn Sie Punkte vergeben möchten – sollten die Schüler*innen die Schatzkarte von Abenteuerinsel erhalten.

Die junge Person, die für den Auftrag ausgewählt wurde – wir verwenden ab jetzt den Ausdruck «die Gruppenleitende» - kommt vor die Klasse. Sie können die Gruppenleitende fragen, ob sie es vorzieht, ein Thema zu vertiefen oder ob sie sich lieber für eine Überraschungsaufgabe entscheidet.

In diesem Beispiel gehen wir davon aus, dass die Gruppenleitende ein Thema behandeln will (weiter mit dem nächsten Schritt Nr. 4). Falls sie stattdessen eine Überraschungsaufgabe wählt, verweisen wir auf Schritt 7 («Überraschungsaufgabe durchführen»).

Schritt 4 | Thema mit der 5B-Methode erarbeiten · Ablauf | Überblick

Die Gruppenleitende hat entschieden, sich mit einer thematischen Einheit auseinanderzusetzen.

Um die Inhalte einer thematischen Einheit zu behandeln, empfehlen wir die 5B-Methode. Diese besteht aus den Aktivitäten «Begreifen», «Befragen», «Behalten», «Bewerten» und «Beenden». Diese Methode eignet sich auch für Projektarbeiten, für Hausaufgaben und für andere Tätigkeiten, die einen strukturierten Ablauf erfordern.

Icon Tipps

Aus der praktischen Erfahrung lernen:

  • Zuerst erfahren die Schüler*innen und die Gruppenleitenden bei der Vertiefung eines Themas, wie die 5B-Methode in der Praxis funktioniert (ohne die 5B explizit zu nennen).
  • Gegen Ende von Schritt 4 - siehe «i. Die 5B-Methode» - können Sie der Schulklasse die Systematik der Themenbearbeitung in 5 Stufen erklären.

Nun wird die 5B-Methode eingeleitet:

a. Auftrag erteilen | Begreifen

Sie wissen aufgrund von Schritt 1 («Themen von Interesse festlegen»), welche Inhalte für die Jugendlichen interessant sind. Sie können die Frage mit dem grössten Interesse auswählen. Falls mehrere Fragen für die Klasse interessant sind, können Sie der Gruppenleitenden die Aufgabe delegieren, zu entscheiden, welches Thema sie vertiefen will.

Icon Chat

Nun formulieren Sie den Auftrag:

  • «Deine Frage lautet ‘X’ (X steht z.B. für ‘Wie findest du einen Beruf, der zu dir passt? ’). Deine Aufgabe besteht darin, für diese Frage eine gute Antwort zu geben. Schaffst du das, bekommst du Punkte dafür.»

Die Frage «Wie findest du einen Beruf, der zu dir passt?» hat die Mehrzahl der Schüler*innen in dieser Klasse interessiert.

Die Frage «Wie findest du einen Beruf, der zu dir passt?» hat die Mehrzahl der Schüler*innen in dieser Klasse interessiert. Deswegen wurde sie ausgewählt. / E-1a 

Icon Erfahrung

Meistens beobachtet man von der Seite der Gruppenleitenden eine der zwei folgenden Reaktionen:

  • Die einen geben sofort irgendeine Antwort, in der Hoffnung, rasch zu ihrem Platz zurückkehren zu dürfen.
  • Die anderen sind überfördert und wissen nicht, wie sie die Aufgabe bewältigen können: Entweder sagen sie nichts oder nur «Ich weiss es nicht».

b. Informationen abholen | Befragen

Um aus dieser ungemütlichen Lage herauszukommen, bieten Sie – falls notwendig - methodische Unterstützung an. Sie zeigen den Tippzettel Nr. A1 und weisen darauf hin, den Text nicht laut vorzulesen. Auf dem Zettel steht geschrieben:

Du bist nicht allein mit dieser Aufgabe. Frage deine Kollegen und Kolleginnen, ob sie die Antwort kennen.

A1 | «Du bist nicht allein mit dieser Aufgabe. Frage deine Kollegen und Kolleginnen, ob sie die Antwort kennen.». Das Ausrufezeichen rechts oben auf dem Tippzettel weist darauf hin, dass man ihn oft benötigt und deswegen griffbereit haben sollte.

Sobald sich die Gruppenleitende der Klasse widmet und um Unterstützung bittet, reagieren die Kameraden*innen in der Regel sofort: Hände werden hochgehoben und Anregungen erbracht.

In seltenen Fällen reagiert die Klasse aber nicht: Niemand scheint sich exponieren zu wollen. Wenn Sie diese Situation beobachten, sollten Sie der Gruppenleitenden den Tippzettel Nr. A2 zeigen:

Manchmal muss man Mitmenschen motivieren, mitzumachen. Teile mit: Wenn die Klasse Anregungen bringt, bekommt sie Extrapunkte

A2 | «Manchmal muss man Mitmenschen motivieren, mitzumachen. Teile mit: Wenn die Klasse Anregungen bringt, bekommt sie Extrapunkte.»

Sobald die Gruppenleitende den Kollegen*innen mitteilt, dass Anregungen mit Punkten belohnt werden, aktiviert sich die Schulklasse. Bis heute hat der Tippzettel Nr. A2 im Rahmen unserer Pilotphase immer funktioniert.

Icon Erfahrung

Das Phänomen, dass Schulklassen am Anfang nicht reagieren, haben wir vor allem bei den Gruppenleitenden beobachtet, die sich unsicher fühlen und in der Klasse wenig Ansehen geniessen.

  • Die Aktivierung der Klasse mit dem Tippzettel Nr. A2 dient dazu, ihnen zu zeigen, dass auch sie wirksam handeln können, wenn sie die passenden Massnahmen umsetzen.   

c. Informationen notieren | Behalten

Die Gruppenleitenden bekommen in der Regel von ihren Kollegen*innen zahlreiche Anregungen für die aktuelle Frage. Fast immer beobachten wir, wie sie das Wort von einer Person zur nächsten übergeben, ähnlich wie ein Polizist, der den Verkehr in der Mitte einer Kreuzung regelt. Ob die Anregungen der Kameraden*innen auch wirklich verstanden werden, ist manchmal zweifelhaft.

Dieses Verhalten kommt fast immer vor, wenn Sie Abenteuerinsel das erste Mal in einer Schulklasse einsetzen. Aus diesem Grund sollten Sie den Tippzettel Nr. A3 bereit haben. Sie werden ihn mit grösster Wahrscheinlichkeit brauchen. Die Empfehlung des Tippzettels lautet:

Du kannst die Antworten deiner Kollegen*innen an die Wandtafel schreiben. So musst du dir nicht alles merken.

A3 | Du kannst die Antworten deiner Kollegen*innen an die Wandtafel schreiben. So musst du dir nicht alles merken.

Und schon beginnen die Gruppenleitenden die Anregungen der Klasse zu notieren.

Wie gut die Gruppenleitenden die Protokollierungsaufgabe hinkriegen, hängt von ihrer methodischen, sozialen und personalen Kompetenz ab. Manche Jugendliche schaffen es, die Erkenntnisse aus der Klasse stichwortartig auf den Punkt zu bringen, andere Gruppenleitende sind mit dieser Aufgabe (mindestens teilweise) überfordert. Auch für die letztere gilt dennoch das Prinzip: Übung macht den Meister. Je öfter die Jugendlichen diese Aufgabe trainieren, desto besser wird das Ergebnis mit der Zeit.

Als Unterstützung für die Aufgaben «Befragen» und «Behalten» stehen Ihnen verschiedene Tipp-Zettel zur Verfügung. Hier eine kleine Auswahl:

  • A4 | Versuche die Antworten deiner Kollegen*innen zusammenzufassen, anstatt ausführliche Sätze aufzuschreiben. Verwende dafür Stichworte, die du begreifst.
  • B1 | Wenn du eine Antwort bekommst, die nicht präzise genug ist, frage nach, was damit gemeint ist und / oder ob du ein Beispiel bekommst.
  • B4 | Bitte deine Kollegen*innen, ihre Antwort selbst an die Wandtafel zu schreiben.

Icon Erfahrung

Vielleicht fragen Sie sich, warum wir mit den Tipp-Zetteln arbeiten, anstatt die methodischen Empfehlungen mündlich mitzuteilen.

  • Der Grund liegt darin, dass wir die Führungsrolle der Gruppenleitenden - so gut wie es geht - respektieren möchten. Wenn wir die Empfehlungen mündlich geben, konzentriert sich die Aufmerksamkeit der Schulklasse auf uns Erwachsene und die junge Person im Einsatz verliert mindestens teilweise ihre Leitungslegitimation. 
  • Die Tipp-Zettel haben sich grundsätzlich als methodisches Instrument bewährt. In manchen Schulklassen und bei sehr unsicheren sowie methodisch schwachen Jugendlichen kann es dennoch vorkommen, dass die Tipp-Zettel zu wenig Unterstützung bieten: In diesem Fall sollte die Lehrperson eine Co-Leitungsrolle übernehmen, um der Gruppenleitenden in der Erfüllung ihrer Aufgabe den Rücken zu stärken.

d. Informationen gewichten | Bewerten

Nach wenigen Minuten ist die Wandtafel mit Anregungen versehen.

Icon Chat

Fragen Sie jetzt:

  • «Bist du bereit, eine Antwort für die aktuelle Frage (z.B. für ‘Wie findest du einen Beruf, der zu dir passt?’) zu geben?»

Wenige Gruppenleitende sind trotz Unterstützung der Klasse in dieser Phase verunsichert und haben Mühe, aus den bestehenden Anregungen eine Auswahl zu treffen, vermutlich aus Angst, sie könnten eine falsche Antwort geben und somit Punkte oder Ansehen verlieren.

Öfter kommt es vor, dass die Gruppenleitenden aus der Auflistung der Anregungen irgendeine davon herauspicken: Dabei ist meistens unklar, aufgrund welcher Kriterien oder Überlegungen sie ihre Auswahl treffen.

Was Sie in dieser Phase möchten, ist, dass die Gruppenleitenden lernen, Informationen zu gewichten, bevor Sie eine Auswahl treffen. Bevor entschieden wird, welche Antwort für die aktuelle Frage gilt, sollte ein Bewertungsprozess stattfinden.

Icon Chat

Mit dieser Mitteilung können Sie einen Bewertungsprozess einleiten:

  • «Du hast viele Anregungen gesammelt. Du weisst aber nicht, welche davon von der Mehrzahl der Schüler*innen befürwortet werden und welche nicht. Bevor du eine Antwort gibst, könnte es interessant sein zu erfahren, wo die Klasse steht. Finden wir es heraus…»

Auch zur Phase «Bewertung» stehen Ihnen eine Reihe von Tippzetteln zur Verfügung. Hier eine Auswahl:

  • C1 | Lese laut und deutlich die erste Antwort vor: Wer ihr zustimmt, hebt die Hand auf.
  • C5 | Alle Schüler*innen haben drei Striche zur Verfügung. Sie stehen auf, gehen zur Wandtafel und mit einem Strich teilen sie mit, welche Antworten sie gut finden. Sie können einer Antwort auch mehr als einen Strich geben, aber insgesamt nicht mehr als drei.
  • C7 | Verwende die mmm-Methode. Wer denkt, dass eine Antwort korrekt ist, macht mit geschlossenem Mund laut als Geräusch „mmm“; Wer nicht so sicher ist, macht als Geräusch leise „mmm“. Wer die Antwort nicht korrekt findet, bleibt still.

Icon Erfahrung

Nun zu Ihrer Kritik:

  • Sie haben Recht, wenn Sie argumentieren, dass eine Anregung nicht automatisch korrekt ist, nur weil die Mehrzahl der anwesenden Jugendlichen ihr zustimmt. Ein fundierter Bewertungsprozess setzt bei Fachthemen voraus, dass man Informationsquellen von Organisationen konsultiert, die im relevanten thematischen Bereich eine anerkannte Expertise haben oder dass man Fachpersonen (z.B. eine*n Schulsozialarbeiter*in) befragt.

Weil eine solche Überprüfung zeitintensiv ist, verwenden wir stattdessen die Klasse als Ressource für den Bewertungsprozess. Später – wenn die 5B-Methode erklärt wird (siehe «i. Die 5B-Methode») – wird man die Schüler*innen informieren, dass zu einer fundierten Bewertung von Fachthemen geprüfte Fakten und die Erkenntnisse von Experten*innen gehören und nicht nur die Meinung von Kollegen*innen.

e. Entscheidung treffen | Beenden

Die Gruppenleitende hat nicht nur Anregungen gesammelt, sondern weiss jetzt auch, welche davon von der Mehrzahl der Schüler*innen getragen werden. 

Icon Erfahrung

Nun kann sie ihre offizielle Antwort geben.

  • Es gibt dabei Gruppenleitende, die «demokratisch entscheiden», das heisst, der Meinung der Mehrheit folgen. Andere setzen ihre persönliche Sichtweise der Dinge durch, ungeachtet von der Reaktion der Klasse.
  • Die unterschiedlichen Verhaltensweisen wiederspiegeln vermutlich verschiedene Persönlichkeitsprofile. An dieser Stelle respektieren wir die Entscheidungsautonomie der Gruppenleitenden.

Spannend wird es, wenn Sie die Gruppenleitende fragen, aufgrund welcher Überlegung sie eine bestimmte Antwort ausgewählt hat. So erfahren Sie, ob ein bewusster Bewertungsprozess stattgefunden hat und ob die Gruppenleitende in der Lage ist, ihre Gedanken verständlich zu erklären. Dazu können Sie den Tippzettel D2 verwenden.

Erkläre uns aufgrund welcher Überlegungen oder Erkenntnissen du diese Antwort gegeben hast, so dass wir deine Gedanken verstehen können.

D2 | «Erkläre uns aufgrund welcher Überlegungen oder Erkenntnissen du diese Antwort gegeben hast, so dass wir deine Gedanken verstehen können.»

Egal, welche Antwort die Gruppenleitende gibt, bekommt sie Punkte dafür (z.B. 4 Punkte). Auch die Schüler*innen, die mit ihren Anregungen mitgemacht haben, bekommen Punkte. Und wenn die ganze Klasse engagiert war, können Sie allen Schülern*innen Punkte vergeben. Die Punkte werden auf der Schatzkarte von Abenteuerinsel notiert.

Die Schatzkarte und die ersten 4 Punkte

Die Schatzkarte und die ersten 4 Punkte

Icon Tipps

Wichtiger Hinweis:

f. Fachliche Antwort als Text

Die Gruppenleitende hat die Frage beantwortet. Ist die Antwort korrekt?

  • Bei manchen Fragen, wie z.B. «Welche Wirkungen können auftreten, wenn man Cannabis mit THC konsumiert?» (S-2a) oder «Was sind die Symptome einer Depression bei Jugendlichen?» (PG-6a) kann man keine korrekte Antwort erwarten, wenn die Schüler*innen mit diesen Themen keine persönliche Erfahrung haben.
  • Bei anderen Fragen, wie z.B. «Wenn du gestresst bist, dich schlecht fühlst - wie gelingt es dir, dich besser zu fühlen?» (PG-8a) oder «Wie verbringst du deine Freizeit? Was könntest du neu probieren?» (PG-2a) kann man den Jugendlichen durchaus als Experten vertrauen.

Das Risiko, dass eine Antwort falsch ist, ist bei manchen Themen sehr hoch. Aus diesem Grund bietet Abenteuerinsel für jede Frage eine kurze Fachantwort, sowohl auf der Rückseite des gedruckten Blattes wie auch online.

Fachantwort in der PDF-Datei

Eine Kurzantwort von Abenteuerinsel (auf Papier, u.a. für den Einsatz im Freien)

Eine Kurzantwort von Abenteuerinsel (auf Papier, u.a. für den Einsatz im Freien) | Siehe PDF-Datei Kategorie «Körperliche Gesundheit»


Fachantwort in der Onlineversion

Eine Kurzantwort von Abenteuerinsel (Online)Eine Kurzantwort von Abenteuerinsel (Online) | Einheit KG-3a

Icon Erfahrung

Um die kurze Fachantwort von Abenteuerinsel bekannt zu geben, hat sich folgende Vorgehensweise bewährt, weil sie verhindert, dass die Klasse in Passivität gerät:

  • Ein Schüler liest den ersten Absatz der Antwort vor. Dann wirft er ein Objekt zu einer anderen Schülerin, die den zweiten Absatz vorliest. Diese wiederum wirft das Objekt zu einem anderen Schüler, der den dritten Absatz vorliest, usw.
  • Oft sind die Schüler*innen froh, wenn sie einen Absatz vorlesen dürfen, anstatt nur zuzuhören: Das Objekt, das sie dazu berechtigt, ist meistens begehrt… noch mehr, wenn man damit Extrapunkte gewinnt.

g. Die Schatzkarte als Protokollinstrument

Bevor die Fachantwort von Abenteuerinsel von den Schülern*innen vorgelesen wird (oder bevor Sie die Fachantwort ein zweites Mal vorlesen), können Sie empfehlen, auf der Schatzkarte Notizen zu schreiben. Dafür wurde genügend Platz reserviert. Wer Notizen erfasst, denkt mit und festigt die gewonnenen Erkenntnisse. Das gilt nicht nur für Abenteuerinsel, sondern für jede Vorlesung.

Mit diesem Vorschlag werden Sie aber nicht sehr weit kommen. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass viele Jugendliche keine Notizen aufschreiben. Die Schatzkarte wird zwar für die Erfassung der Punkte genutzt, der Abschnitt für die Notizen bleibt aber leer.

Als wir dieses Problem festgestellt haben, haben wir die Schatzkarte mit folgendem Hinweis ergänzt: «Schreib auf, was du gelernt hast. So bekommst du am Ende des Spiels Extrapunkte!». Diesen Hinweis kommunizieren wir auch mündlich! Eine kleine Änderung mit grosser Wirkung: Die Schatzkarten haben sich seit damals mit zahlreichen Notizen gefüllt: eine kleine Anekdote, die zeigt, wie wichtig es ist, neue Methoden im Feld zu prüfen.

Notizen auf der Schatzkarte Notizen auf der Schatzkarte

h. Fachliche Antwort als Video

Wir empfehlen, dass die kurze Antwort von Abenteuerinsel von den Schülern*innen vorgelesen wird. Dafür benötigt man in der Regel 1 bis 3 Minuten.

Als Ergänzung dazu stehen für fast alle thematischen Einheiten Videobeiträge zur Verfügung. Wenn dies passt, können Sie einen dieser Videos zeigen. Bei jedem Video ist notiert, welches Thema vertieft wird und wie viele Minuten es dauert. Videos stehen nur zur Verfügung, wenn Sie eine Internetverbindung haben.


Beispiel aus E-4a |  «Zu einem Budget gehören einerseits Einnahmen, z.B. der Lohn, andererseits fixe und variable Kosten. Welche fixen und variablen Ausgaben sind dir bekannt?» | Die vorschlagenen Videos erscheinen in der thematischen Einheit, wenn man auf «Antwort einblenden» klickt.

Video

i. Die 5B-Methode

Die Bearbeitung von fast jeder thematischen Einheit erfolgt nach dem 5B-Schema (Begreifen, Befragen, Behalten, Bewerten, Beenden). Nachdem die Schüler*innen auf der praktischen Ebene erfahren haben, wie die 5B ablaufen, können Sie die bewährte Vorgehensweise jetzt ausführlich erläutern.

So lernen die Jugendlichen mit den 5B, wie Themen, aber auch Projektarbeiten und Hausaufgaben systematisch erarbeitet werden können. Gleichzeitig können Sie die Schüler*innen dafür sensibilisieren, dass es für bestimmte Fachthemen sinnvoll ist, offizielle Quellen und Fachpersonen zu konsultieren, anstatt sich nur auf die Meinung von Kollegen*innen zu stützen (das Thema wurde in «Informationen gewichten | Bewerten» angesprochen). Dieser Aspekt wird im untenstehenden Video thematisiert.  

Icon Tipps
  • Um Ihre Arbeit zu unterstützen, erscheint der Link «5B-Methode» in jeder thematischen Einheit der Onlineversion. So haben Sie rasch Zugang zur Vorlage, die Sie nutzen können, um die 5B zu erklären.

Die 5B-Methode. Unser Tipp: Projizieren Sie die 5B-Vorlage am Ende der ersten thematischen Einheit an der Leinwand und erklären Sie damit, wie man systematisch Themen behandelt.

Die Auseinandersetzung mit der thematischen Einheit im Rahmen von Schritt 4 ist beendet. 

Icon Kompass
  • Der nächste Schritt Nr. 5 steht Ihnen zur Verfügung, falls Sie, die Schule oder die Schüler*innen das Bedürfnis haben, das aktuelle Thema zu vertiefen.
  • Trifft diese Bedingung nicht zu oder möchten Sie das Thema zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufnehmen, können Sie direkt zu Schritt 6 («Zweite Runde einleiten») übergehen.

Schritt 5 | Thema vertiefen oder individuell behandeln | Bei Bedarf · Ablauf | Überblick

Vielleicht möchten Sie, Ihre Schule oder die Schüler*innen das Thema vertiefen, das gerade in der Klasse mit Schritt Nr. 4 behandelt wurde. Denkbar ist es auch, dass ein Thema nicht angesprochen wurde, weil es für die Mehrzahl der Jugendlichen uninteressant ist; trotzdem wäre sinnvoll, wenn sich mindestens einzelne Schüler*innen damit auseinandersetzen würden, weil sie davon betroffen sind (eine Empfehlung zu diesem letzten Punkt finden Sie im Schritt Nr. 9 «Weitere Nutzung der thematischen Einheiten für individuelle Fragen»).

Icon Tipps
  • Für alle Fälle bietet Abenteuerinsel zusätzliche Ressourcen für die Vertiefung mit der aktuellen Thematik an, sowohl für Gruppen wie auch für einzelne Schüler*innen. Diese Ressourcen können sofort oder zu einem späteren Zeitpunkt eingesetzt werden. Wie viel Zeit Schritt Nr. 5 erfordert, hängt u.a. von den gewählten Ressourcen und vom Vertiefungsbedarf der betroffenen Person(en) ab.

Im Folgenden wird in Kürze beschrieben, wie Themen vertieft werden können:

Ergänzungen (für Jugendliche) | Artikel, Tools und Ideen

Unter «Ergänzungen» werden Ressourcen aufgelistet, mit denen sich Jugendliche ohne die Supervision von Multiplikatoren*innen auseinandersetzen können.

  • Die empfohlenen Links werden in der Papier-Version von Abenteuerinsel (ohne Überschrift «Ergänzungen») auf der Rückseite einer thematischen Einheit nach der Fachantwort erwähnt. Hier finden Sie ein Beispiel aus der Kategorie «Körperliche Gesundheit».

    Die empfohlenen Links werden in der Papier-Version von Abenteuerinsel (ohne Überschrift «Ergänzungen») auf der Rückseite einer thematischen Einheit nach der Fachantwort erwähnt.

  • «Ergänzungen» erscheint in der Onlineversion von Abenteuerinsel erst, wenn man in der thematischen Einheit auf die Schaltfläche «Antwort einblenden +» geklickt hat.

Falls feel-ok.ch das aktuelle Thema in jugendgerechter Sprache vertieft, werden dazu passende Artikel aufgelistet. Sie können den Jugendlichen vorschlagen, diese Inhalte selbstständig zu lesen.

Beispiel «Essstörungen»: Artikel auf feel-ok.ch mit weiterführenden Informationen zum Thema Essstörungen. Die Links erscheinen erst, wenn man in der thematischen Einheit auf die Schaltfläche «Antwort einblenden +» geklickt hat. Jugendliche können die kurzen Webadressen notieren und später auch allein anschauen | PG-1a 

Weiterführende Artikel auf feel-ok.ch

Zu einigen Themen bietet feel-ok.ch Tests, Spiele oder sonstige Vorschläge an, die eine interaktive Auseinandersetzung mit der aktuellen Frage ermöglichen.

Beispiel «BMI-Rechner»: Der BMI-Rechner auf feel-ok.ch ist die interaktive Ergänzung zum Thema «Körpergewicht». Der Link erscheint erst, wenn man in der thematischen Einheit auf die Schaltfläche «Antwort einblenden +» geklickt hat. | KG-2a

Tipps
  • Mit dem innovativen und graphisch attraktiven BMI-Rechner auf feel-ok.ch/gewicht-bmi findest du heraus, ob dein Gewicht im Normbereich ist oder ob du zu schwer / zu leicht bist. 

Weiterführende Ressourcen (für Multiplikatoren*innen) | Arbeitsblätter, Projekte, Weiterbildungen…

Unter «Weiterführende Ressourcen» werden Arbeitsinstrumente, Projekte und Weiterbildungsangebote aufgelistet, mit denen Multiplikatoren*innen befähigt werden, die anvisierten Themen mit Jugendlichen zu vertiefen.

Arbeitsblätter sind didaktische Instrumente, mit denen Lehrpersonen mit geringem Aufwand Inhalte auf feel-ok.ch mit Schülern*innen vertiefen können. Diese enthalten Wissensfragen sowie Anregungen für Gruppendiskussionen und für die Selbstreflexion.

Beispiel aus der thematischen Einheit E-2a: Link zur Seite, wo man die Arbeitsblätter zum Thema Medienkompetenz herunterladen kann.

Thema vertiefen

Für viele Themen bieten Fachorganisationen Projekte, Weiterbildungsangebote oder Arbeitsinstrumente an. Diese werden nach inhaltlicher Relevanz empfohlen, wie z.B. MindMatters in Verbindung mit dem Thema Stress (PG-8a) oder Denk-Wege im Themenbereich Selbstvertrauen (PG-7a). Viele dieser Ressourcen können von Multiplikatoren*innen direkt mit Jugendlichen eingesetzt werden, oft im schulischen Setting, gelegentlich auch in anderen Lebensbereichen.

Beispiel aus der thematischen Einheit PG-8a, wo MindMatters empfohlen wird.

Thema vertiefen
  • MindMatters ist ein erprobtes und wissenschaftlich fundiertes Programm zur Förderung der psychischen Gesundheit in den Zyklen I, II und III sowie im Übergang zu Ausbildung und Beruf.

Schritt 6 | Zweite Runde einleiten · Ablauf | Überblick

Mit oder ohne thematische Vertiefung ist die erste Runde abgeschlossen.

Für die zweite Runde brauchen Sie eine neue Person, die die Gruppenleitungsrolle übernimmt (siehe Schritt Nr. 2 «Gruppenleitende auswählen»). Sie können die Gruppenleitende fragen, ob sie ein Thema vertiefen will oder eine Überraschungsaufgabe vorzieht (siehe Schritt 3: «Sich für ein Thema oder eine Überraschungsaufgabe entscheiden»).

Falls die Gruppenleitende ein Thema vertiefen will, verweisen wir auf Schritt 4 («Thema mit der 5B-Methode erarbeiten»). In diesem Beispiel gehen wir stattdessen davon aus, dass sich die Gruppenleitende für eine Überraschungsaufgabe entschieden hat (weiter mit dem nächsten Schritt Nr. 7).

Schritt 7 | Überraschungsaufgabe durchführen · Ablauf | Überblick

Die Überraschungsaufgaben sind nach Lebenskompetenzen gruppiert: von «Selbstwahrnehmung» (A) bis zu «Beziehungsfähigkeit» (M).

Alle Überraschungsaufgaben sind in der Online-Version von Abenteuerinsel am Ende jeder Seite aufgelistet, so dass Sie rasch dahin navigieren können. Hier finden Sie ein Beispiel aus der Einheit «Kinderrechte».

Alle Überraschungsaufgaben sind in der Online-Version von Abenteuerinsel am Ende jeder Seite aufgelistet, so dass Sie rasch dahin navigieren können

Alle Überraschungsaufgaben werden unter «Navigation» am Ende jeder Seite aufgelistet.

Sie können viele Überraschungsaufgaben auch ohne Computer (z.B. im Freien) verwenden. Oft ist die Voraussetzung dafür, dass Sie die benötigten Materialien vorerst drucken (klicken Sie zu diesem Zweck – sofern vorhanden – auf das PDF-Symbol neben einer Überraschungsaufgabe).

klicken Sie zu diesem Zweck – sofern vorhanden – auf das PDF-Symbol neben einer Überraschungsaufgabe

Klicken Sie  – sofern vorhanden – auf das PDF-Symbol neben einer Überraschungsaufgabe, um die benötigten Materialien zu drucken.

Überblick

Jede Überraschungsaufgabe hat einen anderen Ablauf und ein anderes Ziel. Daher ist eine allgemeine Beschreibung an dieser Stelle nicht möglich.

Erste Einsätze mit Abenteuerinsel

Die erste Überraschungsaufgabe, die wir empfehlen, gehört zur Kompetenz «Beziehfungsfähigkeit». Sie heisst: «M1 | Die Tür». Diese Aufgabe erfordert keine Vorbereitung, sie benötigt keine Materialien und kommt gut an. Sie dient dazu, die sozialen Ressourcen der Klasse zu aktivieren und zu beweisen, wie wichtig die Hilfe anderer Menschen sein kann, um schwierige Ziele zu realisieren.

Wir empfehlen Ihnen – so lang Abenteuerinsel für Sie eine neue Methode ist – nur 2-3 Überraschungsaufgaben zu wählen, um den Aufwand für die Vorbereitung gering zu halten. Im Verlauf der Zeit können Sie neue Überraschungsaufgaben kennenlernen und so Ihr Repertoire erweitern. Um Sie am Anfang zu unterstützen, haben wir eine Liste von einfachen Überraschungsaufgaben vorbereitet. Wenn Sie die ersten Male mit Abenteuerinsel arbeiten, empfehlen wir Ihnen, Aufgaben aus dieser Liste zu wählen.

Delegation

Bis jetzt sind wir davon ausgegangen, dass Sie eine Überraschungsaufgabe vorbereiten. Das muss aber nicht unbedingt so sein. Wie wäre es, wenn Sie eine junge Person beauftragen, selbst mit einer Überraschungsaufgabe vertraut zu werden und diese mit der Klasse durchzuführen? Jede Aktivität, die die Selbstwirksamkeit von Schülern*innen fördert, ist willkommen. Aufgrund dieser Haltung wurde das Konzept von Abenteuerinsel erarbeitet.

Schritt 8 | Weitere Runden einleiten · Ablauf | Überblick

In der zweiten Runde wurde entweder eine Überraschungsaufgabe durchgeführt oder eine thematische Einheit behandelt.

Die zweite Runde ist nun vorbei. Eine dritte Runde kann eingeleitet werden. Wieder übernimmt eine neue Person die Gruppenleitungsrolle (Schritt Nr. 2); wieder fragen Sie, ob diese Person lieber ein Thema vertiefen oder sich für eine Überraschungsaufgabe entscheiden will (Schritt Nr. 3). Wie es dann weitergeht, wissen Sie jetzt (Schritt Nr. 4: «Thema mit der 5B-Methode erarbeiten» oder Schritt Nr. 7: «Überraschungsaufgabe durchführen»).

Icon Kompass

Aus wie viele Runden besteht Abenteuerinsel?

  • Das entscheiden Sie, davon abhängig, wie viel Zeit Ihnen zur Verfügung steht, wie schnell die Jugendlichen die Aufgaben bearbeiten und welche Überraschungsaufgaben bzw. Themen gewählt werden. Als wir Abenteuerinsel mit Jugendlichen getestet haben, konnten wir zwischen 3 und 7 Runden in 60 Minuten absolvieren (inkl. Pausen).
  • Sie können Abenteuerinsel im Rahmen einer ganzen Lektion oder als Teil einer Lektion (in mehreren Phasen) verwenden: z.B. eine Runde heute (10 Minuten) und die nächste Runde eine Woche später (weitere 10 Minuten).

Abenteuerinsel passt sich Ihren Bedürfnissen an. Fühlen Sie sich frei, so vorzugehen, wie Sie es für richtig halten.

Schritt 9 | Abenteuerinsel beenden und thematische Einheiten verteilen · Ablauf | Überblick

Punktevergabe und Preis

Wenn die letzte Runde vorbei ist, prüfen Sie auf der Schatzkarte, welche Notizen die Jugendlichen aufgeschrieben haben. Einerseits finden Sie so heraus, was Jugendliche gelernt haben, andererseits können Sie Extrapunkte vergeben, für jene, die die Aufgabe, Notizen zu schreiben, ernst genommen haben.

Wenn Sie die Schatzkarten prüfen, erfahren Sie auch, wie viele Punkte maximal gesammelt wurden: Es ist dabei möglich, dass niemand das Ende der Schatzkarte, nämlich 40 Punkte, erreicht hat. Das ist auch nicht notwendig. Wenn z.B. die höchste Zahl die Position Nr. 30 ist, dann gilt diese Zahl als Referenz. Wer 30 Punkte gesammelt hat, hat den Hauptpreis gewonnen (z.B. zwei Süssigkeiten). Die anderen Schüler*innen haben den Trostpreis gewonnen (z.B. eine Süssigkeit). So endet der Einsatz mit guter Stimmung.

Die Schatzkarte können die Jugendlichen behalten und sich hoffentlich in Zukunft von ihren Notizen inspirieren lassen.

Weitere Nutzung der thematischen Einheiten für individuelle Fragen

Was tun Sie mit den gedruckten thematischen Einheiten (siehe «Schritt 1»)? Wegwerfen?

Icon Potential
  • Lieber nicht! Wir empfehlen Ihnen, diese zusammen zu bostitchen und der Klasse zu geben. Jeder Schüler / jede Schülerin darf diese Blätter allein (!) konsultieren (z.B. während der Pause oder zu Hause). Falls ein Thema von Interesse ist, kann er/sie die angegebene(n) Webadresse(n) notieren und sich später allein z.B. mit dem eigenen Smartphone damit auseinandersetzen.

Ein Beispiel zeigt, warum diese Vorgehensweise sinnvoll ist: Nehmen wir an, dass ein junger Mann betreffend seiner sexuellen Identität unsicher ist. In der Klasse bzw. unter Beobachtung ist die Hemmungsschwelle vermutlich zu gross, dazu Notizen zu schreiben oder für das Thema Interesse zu zeigen. Allein ist alles einfacher: Wenn er die Blätter bekommt, falls das Thema LGBT ausgewählt wurde, wird er erfahren, dass die Plattform du-bist-du.ch Fragen von Jugendlichen zu sexueller Orientierung und Identität beantwortet: Er kann die Webadresse feel-ok.ch/sex-id notieren und später durch diese Webadresse für ein klärendes Gespräch mit den Beratenden von du-bist-du.ch Kontakt aufnehmen.

Wenn er die Blätter bekommt, falls das Thema LGBT ausgewählt wurde, wird er erfahren, dass die Plattform du-bist-du.ch Fragen von Jugendlichen zu sexueller Orientierung und Identität beantwortet

Die thematische Einheit E-3b gehört zur Kategorie «Entwicklungsaufgaben» und verweist auf das Beratungsangebot von du-bist-du.ch.

Nächste Staffel einleiten · Ablauf | Überblick

Die Arbeit mit Abenteuerinsel ist beendet.

Vielleicht möchten Sie in Zukunft mit der gleichen oder mit einer neuen Klasse einen neuen Anfang einleiten. Das ist kein Problem: Abenteuerinsel bietet genügend Ressourcen für mehrere Einsätze.

In diesem Fall beginnt die Arbeit wieder mit Schritt 1: Sie wählen 5 bis 8 Themen aus dem Katalog und bitten die Jugendlichen, das Interesse für die ausgewählten Fragen mitzuteilen. Was danach passiert, ist Ihnen mittlerweile bekannt.

Wir wünschen Ihnen eine gute Arbeit.

feel-ok.ch | Abenteuerinsel


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