feel-ok.ch zeigt dir, wie du das Internet und die sozialen Medien sicher, effizient und zu deinem Vorteil nutzen kannst, damit du aus dem Web herausholst, was dir und deinen Mitmenschen gut tut. feel-ok.ch erklärt dir, wie du dich gegen die Schattenseiten der virtuellen Welt schützen kannst, um negative Erlebnisse zu vermeiden.

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Diese Artikel interessieren unsere Leser*innen: «Anzeichen einer Onlinesucht», «Tipps und Tricks mit Google», «Katzen haben 5 Beine», «Jugendliche kaufen im Internet», «Mein Profil», «Pornografie» und «Ich bin ein Star (Sexting)».

feel-ok.ch erklärt dir, wie Internet funktioniert und wie du Google wie ein Profi nutzen kannst, wie man fragwürdige Infos von guten Inhalten trennt, vertieft das Thema Sex im Netz, erläutert, was die Profile der sozialen Medien wirklich bedeuten, ob Minderjährige online shoppen dürfen, wie man zweifelhafte Angebote im Internet erkennt, wie man im Internet auf der sicheren Seite bleibt und wie man sich gegen Cybermobbing schützt.

Bist du Tag und Nacht online oder immer am Gamen? Dann finde heraus, warum eine Online-/Gamesucht kein harmloses Problem ist und was du dagegen machen kannst.

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Sex im Netz

Inhalt

GO or NO-GO

Im Internet gelten drei goldene Regeln. Wenn du sie anwendest, dann verhältst du dich korrekt und wirst wahrscheinlich keine Probleme im virtuellen Raum haben. 

Das sind die drei goldenen Regeln:

  1. «Vergiss niemals, dass auf der anderen Seite des Bildschirmes ein Mensch sitzt!»,
  2. «Behandle die anderen so, wie du selbst behandelt werden willst»
  3. und bei Leuten, die du nicht persönlich kennst, gilt noch zusätzlich die Einschränkung «Verhalte dich ihnen gegenüber so, wie gegenüber Fremden an der Bushaltestelle!».

Wenn du diese Regeln kennst und anwendest, dann wirst du dich in sozialen Netzwerken und Internet nicht falsch verhalten und auf der sicheren Seite sein.

Beurteile nachfolgende Situationen zum Thema Liebe und Sex im Netz. Was denkst du?

GO or NO-GO? (=OK oder Nicht OK?)

Yanick (15) schreibt auf Insta:
«Wisst ihr, dass Jonas schwul ist?»
Das ist ein klares NO-GO: Man verbreitet per Internet keine privaten Fakten über andere Personen. Jonas könnte noch Jahre später wegen dieser kurzen Mitteilung Probleme kriegen, denn das Internet vergisst nicht. Wenn der zukünftige Arbeitsgeber von Jonas liest, dass er schwul ist und damit ein Problem hat, egal ob die Aussage stimmt oder nicht, bekommt er vielleicht den Job nicht!


Nevio (13) will ein Foto posten, auf dem er mit seinen Freunden in Badehosen in einer Schwimmhalle zu sehen ist.Das ist nicht OK, wenn die abgebildeten Freunde mit der Veröffentlichung des Fotos nicht einverstanden sind. Und auch dann ist dies ein Grenzfall. Erwachsene, die auf Kinder stehen, könnten das Foto sexuell erregend finden und als kinderpornographisches Material weiternutzen. Es ist deswegen sicherer, das Foto nicht im Internet zu veröffentlichen.


Ian (15) hat Angst pornosüchtig zu sein und möchte das Problem in einem Forum besprechen.Das ist OK, wenn man anonym bleibt und sicher ist, dass niemand seine Identität herausfinden kann. Häufig werden Probleme in Foren diskutiert. Vergiss jedoch nicht, dass die Personen, die sich in Foren an der Diskussion beteiligen, möglicherweise wenig Ahnung vom aktuellen Problem haben und nicht mehr als ihre eigene Meinung wiedergeben können.

Wenn du ein Problem in einem Forum besprechen willst, dann interpretiere die Antworten der anderen für das, was sie sind: Meinungen und meistens keine Fakten oder zuverlässige Aussagen.

Brauchst du wirklich Unterstützung, bespreche dein Problem mit einer erfahrenen Person, z.B. mit einem*einer Jugendberater*in.


Ada (14) bekommt während dem Chat unerwartet eine Sexgeschichte zugeschickt. Sie unterbricht den Kontakt sofort.Das ist OK. Der Sender der Geschichte hat eine Grenze überschritten und Ada, wenn sie die Geschichte nicht lesen will, hat das Recht sich zu schützen.


Andrés (16) will sich mit einer unbekannten netten jungen Frau treffen.Das ist ein Grenzfall. Wenn du dich unbedingt mit einer unbekannte Person treffen willst, dann an einem öffentlichen Ort (z.B. in einem Restaurant), nachdem du eine Vertrauensperson darüber informiert hast und dich wenn möglich von einem Freund oder einer Freundin begleiten lässt.

Wenn du die Person triffst, achte auf deine Gefühle. Wenn du den Eindruck hast, dass etwas nicht stimmt oder du dich unwohl fühlst, dann verabschiede dich höflich aber bestimmt.


Teresa (15) macht mit dem Freund per SMS Schluss.Das ist ein klares NO-GO. Es ist zwar nicht gesetzlich verboten, per SMS Schluss zu machen, aber es ist feige. «Behandle die anderen so wie du selbst behandelt werden willst» und dann verstehst du, warum man so etwas nicht macht.


Lina (15) möchte einen Film mit Sex-Szenen anschauen.Das ist OK, sofern es sich um legale Pornographie handelt... und es ist auch OK, wenn Lina keinen Sex-Film schauen will.

Verschiedene Menschen vertreten unterschiedliche Werte und haben ihre eigene Meinung, ob Sex-Filme zu den eigenen GOS oder NO-GOS gehören.

Aber was Lina nicht machen darf, ist pornografische Inhalte einer Person zeigen, die unter 16 Jahre alt ist. In diesem Fall würde sich Lina strafbar machen.


Markus (17) möchte seiner Freundin ein Nacktfoto schenken.Das ist ein NO-GO. Markus ist verliebt und stellt sich vor, das ganze Leben mit seiner Freundin zu verbringen. Nacktfotos auszutauschen, ist ein Zeichen, dass man ein Geheimnis teilt, dass man Vertrauen hat, dass man sich liebt. Und solange die Liebe dauert, ist das meistens kein Problem, wenn sich zwei Personen fair verhalten.

Aber wenn die Beziehung aufhört, und das kommt eben vor, dann ist man der Laune der anderen Person ausgeliefert. Und wenn diese Person Rache ausüben will, dann kann das Nacktfoto doch ein grosses Problem werden.


Und jetzt noch ein paar Situationen im virtuellen Raum, die nicht unbedingt mit dem Thema Liebe und Sex zu tun haben, aber auch ziemlich häufig vorkommen.

Was denkst du? GO or NO-GO?

Milena (14) entscheidet sich während zwei Wochen offline zu sein.Das ist OK. Es gibt keine Verpflichtung ständig erreichbar zu sein. Freunde und Kollegen müssen akzeptieren, dass jemand Zeit für sich braucht und das Recht hat, von der Hektik der sozialen Medien eine Auszeit zu nehmen. Das kann auch wirklich gut tun.


Monika (17) bittet eine unbekannte Person um ihre Telefonnummer.Das ist OK. Zwar handelt es sich schon um eine recht private Anfrage, aber sie ist legitim, wenn man keine schlechten Absichten hat, keinen Druck macht und ein «Nein» als Antwort ohne weiteres akzeptiert.


Aaron (14) möchte seinen FB-Account mit dem Smartphone eines Kollegen öffnen.Das ist OK, aber nur wenn das Passwort nicht gespeichert wird bzw. wenn mit Sicherheit ausgeschlossen werden kann, dass der Freund später einen Zugang zu diesem FB-Account hat.

Denn Menschen sind neugierig und sie schnüffeln gerne, wo sie nicht dürfen. Das trifft auch für Freunde zu, deswegen ist Vorsicht geboten.


Peter (13) verspottet einen Schulkollegen in einem Forum.Das ist ein klares NO-GO. Nicht nur ist ein solches Verhalten per se bedenklich, weil das Opfer geschädigt wird, sondern Peter riskiert richtig Ärger zu kriegen, und dies weil Beleidigungen und Mobbing strafbar sind. Wenn der Schulkollege Anzeige erstattet, dann hat Peter ein ernsthaftes Problem.

Patronat
Quelle/n
Autor/-in
Oliver Padlina
Renate Krähenbühl

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