Wer bin ich?

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Was wir tun, kann o.k. oder nicht o.k. sein!

Hast du schon einmal etwas, das du getan hast, bereut? Hattest du schon einmal ein schlechtes Gewissen?

Deine Gefühle sind alle in Ordnung, weil sie dir zeigen, was in dir vorgeht, was dir wichtig ist und was du nicht möchtest. Auch Wut, Ärger, Frustration, Hass, Stress, Neid, Bedrücktheit oder Trauer sind ok. Im Gegensatz dazu ist aber nicht alles, was man tut, in Ordnung.

Der Grund, warum nicht alles, was du machst, in Ordnung ist, ist dass dein Verhalten nicht nur dich etwas angeht, sondern dass es auch andere Menschen beeinflusst. Kennst du die Goldene Regel? Sie lautet: „Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem anderen zu“. Die Regel geht davon aus, dass andere Menschen gleiche Grundbedürfnisse haben wie du: Zum Beispiel das Bedürfnis nach Respekt, Sicherheit oder Anerkennung. Daher ist es nur fair, dass das, was du für dich selbst nicht möchtest, auch anderen nicht zufügst.

  • Du möchtest nicht mit einem deftigen Wort beleidigt werden? Dann beleidige auch du die anderen nicht. 
  • Es macht dich wütend, wenn andere deine Sachen kaputtmachen, z.B. die Pneus deines Fahrrades einstechen? Dann behandle auch du sorgfältig, was den anderen gehört.

Zudem: Wenn du ein Problem hast und du dich deswegen schlecht verhältst, z.B. respektlos, verletzend oder rachsüchtig, verschlimmerst du damit das Problem. Nehmen wir an, du findest dein Portemonnaie nicht und wirst deswegen fuchsteufelswild. Wenn du nun aus Wut oder Frust jemand anderen zusammenschlägst, hast du dann noch mehr Probleme. Das bringt dir selbst nichts, und es ist anderen gegenüber unfair.

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Autor/-in
Rahel Jünger