Cybermobbing, Medien

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Verbreitet und schädlich

23% der 12-19-Jährigen in der Schweiz geben an, dass sie jemand im Internet fertig machen wollte und 11%, dass beleidigende Aussagen über sie im Internet verbreitet wurden. Cyber-Mobbing ist weit verbreitet und aus verschiedenen Gründen besonders schädlich.

Wegen folgenden Merkmalen ist Cyber-Mobbing so schlimm:

 

Eingriff rund um die Uhr in das Privatleben

Cyber-Mobbing endet nicht nach der Schule oder der Arbeit. Weil der Täter / die Täterin rund um die Uhr über das Internet oder das Handy angreifen kann, werden die Opfer sogar zu Hause verfolgt. Die eigenen vier Wände schützen also nicht vor Mobbing-Attacken, es sei denn, man nutzt keine modernen Medien.

Das Publikum ist unüberschaubar gross und vergisst nie

Filme, Bilder und Texte können ganz einfach von einem Internetportal in ein anderes kopiert werden und erreichen dadurch rasch ein riesiges Publikum. Vergessene Inhalte können immer wieder an die Öffentlichkeit gelangen und es den Opfern schwermachen, darüber hinwegzukommen.

Täter/-innen können anonym agieren

Nicht zu wissen, wer der Täter ist, ist belastend für das Opfer. Die Täterin fühlt sich in der Anonymität sicher und dadurch motiviert, den Angriff fortzusetzen. Aber Achtung: Auch Täter/-innen hinterlassen Spuren und können erwischt werden.

Identität von Täter/-innen und Opfer

Cyber-Mobbing kann sowohl zwischen Gleichaltrigen als auch zwischen unterschiedlichen Generationen (z.B. Schülerschaft und Lehrpersonen) stattfinden. Alter oder Aussehen spielen dabei keine Rolle, da sich der oder die Täter/-in jederzeit eine neue Identität aufbauen kann.

Unbeabsichtigtes Cyber-Mobbing

Es kann passieren, dass man jemanden ohne böse Absicht verletzt, wenn man nicht über die Konsequenzen einer Aktion nachdenkt oder einem nicht wirklich bewusst ist, was ein Witz für einen anderen bedeutet. Da die Reaktionen des Opfers für den Täter / die Täterin nicht sichtbar sind, ist ihm das Ausmass verletzender Worte oder Bilder nicht unbedingt klar.

Patronat
Autor/-in
Claudia Gada

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