Vorurteile

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Flüchtlinge, Hautfarbe, Religion

Auf die Frage hin, ob alle Flüchtlinge gleich seien, weiss Mikele sehr schnell zu antworten. «Nein, natürlich nicht. Genauso wenig, wie alle Schweizerinnen und Schweizer gleich sind.»

Für Mikele gab es nur eins: Weg aus Eritrea. Flüchten aus der Diktatur – aus einem Land, in dem seit mehr als 20 Jahren keine Wahlen mehr stattgefunden haben, in dem gefoltert wird und in dem schon Kinder gezwungen werden, ins Militär zu gehen.

Les: «Nein, du darfst meine Haare nicht anfassen»

Les, ein Schwarzer, der in Gossau St. Gallen aufgewachsen ist, hatte es nicht immer einfach: «Als Schwarzer in der Schweiz herumzulaufen, ist wie wenn du an eine Kostümparty eingeladen wirst und du bist der Einzige, der kein Kostüm hat.»

Klischees wie etwa, dass Menschen ihre Taschen festhalten, wenn sie ihn im Ausgang treffen oder aufgrund seiner Hautfarbe annehmen, er sei im Drogenhandel tätig, gehören für den 27-Jährigen zum Alltag. Mit welchen Vorurteilen und Ängsten er in seinem Leben sonst noch konfrontiert wurde und was er sich von der Gesellschaft wünscht, erzählt er bei «True Talk».

Fathima: Ein Leben mit Kopftuch: «Ich bin keine Terroristin»

Wenn Fathima in der Stadt unterwegs ist, wird sie oft von oben bis unten gemustert. Obwohl sie seit mittlerweile sieben Jahren ein Kopftuch trägt, hat sie sich noch immer nicht an diese Blicke gewöhnt. Bei «True Talk» spricht die 29-Jährige Muslima über die Vorurteile, denen sie begegnet.