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Rauchen ist eine starke Sucht

Dass Zigaretten süchtig machen, weisst du. Aber hast du auch gewusst, dass Zigaretten sehr schnell abhängig machen? 

Alle Raucher/-innen haben einmal angefangen. Die erste Zigarette schmeckt meistens überhaupt nicht. Erst wenn eine zweite oder dritte Zigarette geraucht wird, schmeckt sie irgendwann nicht mehr so schlecht: Nur wenige gerauchte Zigaretten haben schon die Kraft, den Geschmacksinn zu überlisten.

Zigaretten können sehr schnell süchtig machen, bei einigen Jugendlichen schon innerhalb weniger Wochen. Studien haben gezeigt, dass Jugendliche, die regelmässig rauchen, eine stärkere Sucht entwickeln können als Erwachsene. Das liegt daran, dass ihr Gehirn anfälliger auf die Wirkung von Zigaretten ist. Deshalb ist für sie auch schwieriger von der Zigarette wegzukommen.

Fest steht auch, dass nur ganz wenige Raucher/-innen es schaffen, ihren Zigarettenkonsum ein Leben lang auf einem niedrigen Niveau zu halten und mühelos wochenlange Rauchpausen einzulegen. Noch ein Hinweis darauf, wie gross das Suchtpotential des Rauchens ist.

Die meisten Menschen rauchen, weil sich ihr Körper an die Zigaretten gewöhnt hat und sie einen starken Drang verspüren, zu rauchen. Viele Raucherinnen und Raucher möchten eigentlich damit aufhören, weil die Sucht ihre Freiheit einschränkt.

Schuld für die Sucht ist u.a. das Nikotin

Nikotin wirkt anregend und entspannend zugleich. Wegen diesen beiden Eigenschaften fangen viele Jugendliche mit Rauchen an. Weil sich der Körper ans Nikotin gewöhnt, braucht es mit der Zeit immer mehr davon, um die gleiche Wirkung zu erzielen. Und weil der Körper Nikotin braucht, wird immer häufiger nur noch geraucht, um Entzugserscheinungen zu vermeiden.

Nikotin ist also der Hauptgrund, weshalb Zigaretten süchtig machen (man spricht auch von Nikotinflow).
Nikotin löst im Hirn blitzschnell einige, von Rauchern/-innen als angenehm empfundene Reaktionen aus. Dabei wird von einem sog. „Nikotinflow“ gesprochen, ein plötzliches Durchströmen von Körper und Geist durch ein spezielles Gefühl.

Ein Nikotinflow dauert nur wenige Minuten. Da ist die Versuchung gross, mehrere Zigaretten hintereinander zu rauchen, um die Wirkung zu verlängern

In 7 Sekunden gelangt das Nikotin von der Lunge ins Gehirn. Die am Anfang als angenehm empfundene Wirkung dauert nur wenige Minuten. Schon kurze Zeit nach dem Rauchen fällt der Nikotinspiegel im Blut stark ab. Die Folge davon: Der Körper giert nach der nächsten Zigarette. Der Teufelkreis hat begonnen…

Aber nicht nur das Nikotin...

Zigaretten enthalten neben Nikotin noch andere Sucht erzeugenden Stoffe. Viele dieser Stoffe werden dem Tabak künstlich beigemischt, um den Raucher/die Raucherin an die Zigarette zu binden.

Einer dieser Stoffe ist Ammonium. Er intensiviert die Wirkung des Nikotins. Ein weiterer Stoff ist gewöhnlicher Zucker. Wenn Zucker zusammen mit anderen Tabakstoffen verbrennt, entsteht Acetaldehyd. Acetaldehyd reduziert das Enzym MAO-B, das im Gehirn die Stoffe Dopamin und Serotin abbaut. Wer raucht, hat also mehr von diesen Stoffen (Dopamin und Serotonin) im Gehirn. Die Wirkung dieser Stoffe wird als angenehm empfunden, was das Suchtpotential von Zigaretten erhöht.

Beim Verbrennen von Zigaretten werden über 4800 chemische Stoffe inhaliert, 250 von ihnen sind giftig oder krebserregend. Willst du wissen, welche Substanzen es sind?

Siehe auch:

4'800 Substanzen

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Quelle/n
Autor/-in
Tina Hofmann
Revisor/-in
Susanne Lanker